Du betrachtest gerade Sperma schlucken: Was dafür und was dagegen spricht

Viele Männer haben beim Sex ein Faible dafür. Für sie gehört es zu ihrem Sexleben wie Oral- und Analsex dazu, das Sperma ihres Partners zu schlucken. Die Vorstellung wird oft als sehr anturnend empfunden. Wenn du dir wünschst, dass dein Partner deinen Samen schluckt, bist du also in guter Gesellschaft.

Zwei gezeichnete Spermien mit Gesicht

Was es bedeutet, Sperma zu schlucken

Die Vorstellung, dass der Partner das eigene Sperma schluckt, hat für viele etwas ausgesprochen Lustvolles. Sie wünschen sich, dass sie ihrem Partner beim Samenerguss ins Gesicht oder auf den Körper spritzen. Das löst bei vielen ein Gefühl von Dominanz aus, für manche schwingt auch ein Moment der Erniedrigung mit. Wenn der Partner anschließend das Sperma ableckt und sogar schluckt, ist das wiederum ein Zeichen der Verbundenheit und Intimität und zeigt gleichzeitig eine gewisse Tabulosigkeit, die anturnend sein kann.

Mehr zum Analsex zwischen Männern gibt es hier.

Ist Sperma gesund?

Hier gilt es zwei Dinge zu unterscheiden:

  1. Welche Nährstoffe stecken drin? Sperma besteht zu rund 95 Prozent aus Wasser, dazu kommen geringe Mengen Salz, Zink, Fruchtzucker und Eiweiße. Aus Ernährungssicht spricht nichts dagegen, es zu schlucken. Einen Nutzen hat es aber auch nicht: Ein Erguss umfasst etwa zwei bis fünf Milliliter, das reicht weder als Eiweißquelle noch für irgendeinen anderen Effekt. Sehr selten reagieren Menschen allergisch auf die enthaltenen Eiweiße, das äußert sich in Brennen, Rötungen oder Schwellungen.
  2. Können darüber Krankheiten übertragen werden? Ja. Syphilis, Tripper, Chlamydien, Herpes und HP-Viren lassen sich beim Oralsex gut übertragen, und daran ändert sich nichts, ob du schluckst oder ausspuckst. Das HIV-Risiko ist dagegen sehr gering, weil Magensäure und Schleimhaut der Speiseröhre eine robuste Barriere bilden. Nimmt dein Partner wirksame HIV-Medikamente und ist seine Viruslast unter der Nachweisgrenze, ist eine Übertragung sogar ausgeschlossen. Wer regelmäßig wechselnde Partner hat, lässt sich am besten alle drei bis sechs Monate testen und gegen Hepatitis A und B impfen. Und wenn du frische Wunden im Mund oder blutendes Zahnfleisch hast, verschiebst du die Sache besser.

Anonyme Fragen zu Safer Sex und Tests beantwortet die Beratung der Deutschen Aidshilfe unter 0180 33 19411 (9 Cent pro Minute) oder per Mail und Chat. Quelle: ICH WEISS WAS ICH TU (Deutsche Aidshilfe), HIV durch Oralsex: Risiko, Schutz und Safer Sex, abgerufen im September 2026. Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.

Wie schmeckt Sperma?

Es gibt ganze Abhandlungen über den Geschmack von Sperma und seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten. In der Regel schmeckt Sperma leicht nussig, manche vergleichen es mit Kastanien. Was du vorher gegessen und getrunken hast, spielt nur eine geringe Rolle. Nach dem Verzehr von Früchten schmeckt dein Sperma eventuell etwas süßer. Viel Alkohol, Kaffee oder Nikotin lassen es dagegen bitterer werden.

Weiße Spermien vor blauem Hintergrund

Sperma: Zahlen, Daten, Fakten

Sperma enthält die Samenzellen, die beim Sex mit einer biologischen Frau ein Baby zeugen können.

Sperma reagiert leicht alkalisch, der pH-Wert liegt zwischen 7,2 und 7,8.

Die Hoden produzieren jeden Tag rund 150 Millionen neue Spermien. Viele von diesen haben Defekte und sind nicht überlebensfähig, was im Extremfall die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen kann.

Schreibe einen Kommentar