Die besten Gay Bars, Clubs und Partys in Hannover

Hannover hat für eine Stadt dieser Größe ein überschaubares Angebot an Gay Bars – dafür eine der ältesten und politisch aktivsten Community-Strukturen Deutschlands. Ein zusammenhängendes Szeneviertel gibt es nicht; die Adressen verteilen sich auf mehrere Stadtteile. Die größte Häufung liegt in der Nordstadt rund um den Engelbosteler Damm, wo mit dem Queeren Zentrum und der Schwulen Sau gleich zwei Anlaufpunkte fußläufig beieinanderliegen. Schnellauswahl: Bar nahe Hauptbahnhof → Bar Romantis · Kneipe in der Altstadt → Burgklause.

Wo die Szene liegt

Die Nordstadt ist der Schwerpunkt: In der Schaufelder Straße sitzt die Schwule Sau, ein 1991 aus einer Hausbesetzung hervorgegangenes, kollektiv organisiertes LGBTIQ*-Kulturzentrum mit Bar, Bühne, Partys, Konzerten und Theater – nicht kommerziell und damit ein anderes Format als eine klassische Bar. Wenige Minuten entfernt, in der Asternstraße, liegt das Queere Zentrum. In Mitte und Altstadt sowie in Oststadt und Linden verteilen sich weitere Lokale. Wer in Hannover ausgeht, kombiniert deshalb typischerweise Kneipe, Kulturzentrum und Partyreihe statt einer Barmeile.

CSD Hannover

Der CSD Hannover liegt Ende Mai bis Anfang Juni und läuft über zwei Tage: samstags Demo und Straßenfest, sonntags Straßenfest mit Gottesdienst und politischen Podien. Veranstalter ist Andersraum e. V., zentraler Ort der Opernplatz. Die Auftaktkundgebung beginnt mittags, die Demo zieht am Nachmittag über Georgstraße, Aegidientorplatz, Friedrichswall, Leibnizufer, Königsworther Platz, Klagesmarkt und Steintor. Zuletzt zählte die Polizei rund 10.000 Demonstrierende. Der CSD ist ausgeprägt politisch angelegt – zu den Rednerinnen und Rednern gehörten zuletzt Michel Friedman, Oberbürgermeister Belit Onay und der niedersächsische Wissenschaftsminister.

Queere Vereine, Beratung und Community in Hannover

Das Queere Zentrum Andersraum in der Asternstraße 2 in der Nordstadt wurde im März 2012 eröffnet und ist heute die zentrale Anlaufstelle. Getragen wird es von Andersraum e. V. mit rund 170 Ehrenamtlichen. Es gibt Beratung – unter anderem zu trans Themen, Gesundheit und existenziellen Fragen –, Gruppen für trans Personen, Lesben 50+, Eltern und Senior*innen, das Jugendcafé „Unitea“, Spielenachmittage, Filmabende und Kochgruppen. Alle Toiletten sind genderneutral, eine Rampe ist vorhanden, ein barrierefreies WC fehlt. Für junge Menschen bis 27 gibt es QueerUnity, das queere Jugendzentrum, seit 2020 mit eigenem Discord-Server. Die Bildungsarbeit an Schulen leistet SCHLAU Hannover mit ehrenamtlichen Teamer*innen zwischen 16 und 28 Jahren. Die Hannöversche AIDS-Hilfe in der Weißekreuzstraße besteht seit 1984 und betreibt den CheckPoint Hannover mit HIV-, Syphilis- und STI-Tests, Beratung zu sexueller Gesundheit, Migrationsberatung und Peer-Gruppen; für schwule Männer und MSM gibt es dort das SVeN-Team. Dazu kommen der queere Sportverein SLS Leinebagger, die ökumenische HuK Hannover, die Frauen- und Lesbenwerkstatt Die Distel und der Landesverband LSVD⁺ Niedersachsen-Bremen. Die Stadt hat eine eigene Beauftragte für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, die den „Queeren Stadtplan“ pflegt.

Queere Geschichte in Hannover

Hannover ist einer der Gründungsorte der westdeutschen Schwulenbewegung. Am 20. April 1971 gründeten vier Studenten der Universität Hannover die Aktionsgruppe Homosexualität Hannover – zunächst als „Homosexuelle Studenten Hannover“ und damit eine der ältesten LGBT-Organisationen Deutschlands. Am 24. Juni 1972 folgte der erste öffentliche Auftritt, im Dezember 1972 die Mitgründung der Deutschen Aktionsgemeinschaft Homosexualität. Im November 1977 protestierte die Gruppe vor der St.-Elisabeth-Kirche, weil ein Organist wegen seiner Homosexualität nicht eingestellt worden war; aus dem daraus entstandenen Arbeitskreis „Kirche und Homosexualität“ ging 1978 die HuK hervor. Von 1979 bis 1982 bestand das Café Nix als einer der frühen Szenetreffs, 1983 erschien das Infoblatt „Andersrum“. Im Mai 1985 legte die Gruppe einen Kranz am Gedenkstein in Bergen-Belsen nieder. 1991 entstand die Schwule Sau, 2012 das Queere Zentrum.

Häufige Fragen zu Gay Bars in Hannover

Gibt es in Hannover ein Gay-Viertel? Nein, die Adressen verteilen sich über die Stadt. Die größte Häufung liegt in der Nordstadt rund um den Engelbosteler Damm. Wann ist der CSD in Hannover? Ende Mai bis Anfang Juni, zweitägig, mit Demo und Straßenfest am Opernplatz. Was ist die Schwule Sau? Ein kollektiv organisiertes queeres Kulturzentrum in der Nordstadt, seit 1991, mit Bar, Bühne und Partys – nicht kommerziell und mit wechselndem Programm. Wo finde ich Beratung in Hannover? Im Queeren Zentrum Andersraum in der Asternstraße 2 und bei der Hannöverschen AIDS-Hilfe beziehungsweise im CheckPoint in der Weißekreuzstraße.

Hannovers queere Bars im Einzelnen

Alle Locations der Stadt einzeln – mit Kurzbeschreibung, Publikum und Adresse.

Bar Romantis Hannover

Die Bar Romantis Hannover liegt am Rande der Innenstadt. Die Gäste lieben besonders die spaßigen Karaokeabende, und das Plätschern der Aquarien, das dir gleich beim Eintreten auffällt. Ambiente und Publikum…

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Burgklause Hannover

Die Burgklause Hannover ist eine Gay-Kneipe am Rande der Hannoveraner Altstadt. Von außen ist sie nicht als queere Location erkennbar. Drinnen wirst du sehr freundlich empfangen. Publikum und Ambiente An…

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