Du betrachtest gerade Burgklause Hannover

Die Burgklause Hannover ist eine Gay-Kneipe am Rande der Hannoveraner Altstadt. Von außen ist sie nicht als queere Location erkennbar. Drinnen wirst du sehr freundlich empfangen.

Publikum und Ambiente

An der Wand hängen zahlreiche Porträts von Stars aus dem 20. Jahrhundert. Zwar gibt es keine Regenbogenaccessoires in der Bar, dafür schmückt eine Reihe Holzpenisse den Thekenbereich. So ist klar, wer hier verkehrt.

Das Ambiente ist nüchtern und überwiegend im Kneipenstil. Der Fliesenboden und die zwei runden Bänke sind typisch, rechts der Theke gibt es etwas versetzt einen großen Tisch, an dem man sich mit mehreren Leuten zurückziehen kann.

Kleiner Zeitvertreib: An einem Nussautomaten gibt es diverse Nusssorten für 2 Euro. Dazu kommen Heißgetränke, Aperitifs sowie Wein und Sekt.

Die queere Szene in Hannover ist sehr überschaubar. Neben der Burgklause gibt es nur noch die Bar Romantis in der Nähe des Hauptbahnhofs. Vor allem jüngere Queers zieht es daher in die umliegenden Großstädte, und weil Bremen ebenfalls nur wenig bietet, weichen viele nach Berlin oder Hamburg aus.

Lohnt sich ein Besuch?

Lohnt sich für dich, wenn

  • Du magst klassische Kneipen
  • Du willst freundlich empfangen werden
  • Du bist älter oder magst dieses Publikum
  • Du willst im Sommer vor der Tür sitzen

Eher nichts für dich, wenn

  • Du suchst ein junges Szenepublikum
  • Du willst tanzen oder eine große Location
  • Du erwartest Regenbogendeko und Szeneambiente

Lage und Kontakt

Die Burgklause liegt am Rande der Hannoveraner Altstadt unweit der U-Bahn-Haltestelle Steintor. Vom Hauptbahnhof sind es nur zwei Stationen. Weitere queere Adressen findest du in der Stadt.

Adresse: Burgstraße 11, 30159 Hannover

✆ 0511 54303960

✉ info@die-burgklause.de

Wenn du öfter hier bist und trotzdem selten ins Gespräch kommst

Das liegt fast nie am Laden. In den meisten queeren Bars kennt sich ein fester Kern untereinander, und wer allein kommt, steht schnell am Rand. Zwei Dinge helfen mehr als jeder Trick: früher kommen, denn vor 23 Uhr ist die Hemmschwelle für ein normales Gespräch deutlich niedriger als um zwei, und nicht an der Bar stehen bleiben, sondern dort, wo Leute vorbeikommen, also am Durchgang, an der Garderobe, in Richtung Raucherbereich.

Wenn dich schon der Gedanke ans Ansprechen lähmt, liegt das selten an der Situation und meistens an dem, was du dir vorher ausmalst. Mehr dazu: Ansprechangst überwinden. Und wenn du Männer lieber außerhalb der Szene kennenlernst, findest du unter Schwule im Alltag kennenlernen die Orte, an denen das realistisch funktioniert.

Martin Schirmer

Martin Schirmer ist Psychologe (M.Sc.) und Gründer von „Mann liebt Mann“. Seit über 5 Jahren beschäftigt er sich mit Dating und Beziehungen im queeren Kontext und coacht schwule und bisexuelle Männer bei der Partnersuche. Er ist Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), im Deutschsprachigen Dachverband für Positive Psychologie (DACH-PP) und im ColognePride e.V., dem Veranstalter des CSD Köln.

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