Twist Frankfurt Tanzbar
Das Twist Frankfurt ist eine beliebte queere Tanzbar unweit der Konstablerwache. Hier lernst du jüngere Männer kennen. Ambiente und Publikum Das Twist hat zwei Ebenen. Die Bar ist ganz in…
Frankfurt hat etwas, das die meisten deutschen Städte nicht mehr haben: eine echte queere Ausgehmeile auf engstem Raum. Nördlich der Zeil liegen mit der Alten Gasse und der Elefantengasse zwei parallele Gassen, dazu Schäfergasse und Große Friedberger Straße – alles in einem Radius von rund 200 Metern. Von Bar zu Bar sind es hier keine fünf Minuten. Mittendrin steht auf dem Klaus-Mann-Platz der „Frankfurter Engel“, das erste Mahnmal Deutschlands für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen.
Schnellauswahl: Kneipe und Stammpublikum → Na und, Zum Schwejk · Bar am Abend → Pink, Comeback, Krawallschachtel · Tanzen → Twist · Cruising und Fetisch → Grind · Klassiker in der Elefantengasse → Central, Lucky’s.
Die beiden Gassen zwischen Zeil und Schäfergasse sind der Kern der Szene – dicht genug, dass ein Abend hier ohne Planung funktioniert. Man geht rein, man geht raus, man geht in die nächste Tür. In der Alten Gasse sitzt auch das Switchboard, das schwule Kommunikations- und Kulturzentrum in Trägerschaft der AIDS-Hilfe Frankfurt: Bar und Café am Abend, Anlaufstelle am Tag.
Wichtig für die Orientierung: Das Bahnhofsviertel ist trotz seines Rufs nicht das Zentrum der Bar-Szene. Dort finden die großen Clubpartys statt, das Kneipenleben spielt sich in der Innenstadt ab. Vom Bahnhofsviertel zur Alten Gasse sind es zwei U-Bahn-Stationen. In Sachsenhausen, über den Eisernen Steg, liegen einzelne weitere Adressen. Bornheim und Nordend sind queerfreundliche Wohnviertel mit entsprechender Café-Kultur, aber ohne eigene Szenestraße.
Der CSD Frankfurt läuft unter der Eigenmarke MainCSD über vier Tage von Donnerstag bis Sonntag Mitte bis Ende Juli, mit der Demo am Samstag. Veranstalter ist der CSD Frankfurt e. V. Die Demo startet vormittags am Römer und zieht über Rossmarkt und Mainzer Landstraße zum Main und über die Alte Brücke ans Südufer; das Straßenfest liegt am Mainkai zwischen Eisernem Steg und Untermainbrücke, mit Haupt-, Kultur- und Dancebühne. Rund 10.000 Menschen ziehen in der Demonstration mit, über das Festivalwochenende kommen mehr als hunderttausend Besucherinnen und Besucher. Zum CSD gehören die Pride-Progress-Flagge am Römer-Balkon und der in Regenbogenfarben beleuchtete Eiserne Steg. Eingebettet ist das Ganze in den Frankfurter Pride Month mit über 40 Veranstaltungen in elf Stadtteilen. Der erste Frankfurter CSD startete 1992 am Lesbisch-Schwulen Kulturhaus.
Das Queere Kulturhaus Frankfurt in der Klingerstraße – lange als LSKH bekannt – wurde am 27. Mai 1991 eröffnet und ist bis heute der Ort, an dem sich die Frankfurter Gruppen treffen. Schon im Eröffnungsjahr nutzten rund dreißig Gruppen das Haus. Getragen wird es von LLL – Lebendiges Lesben Leben e. V., gegründet 1989; im Haus finden sich Gruppenräume, Konzerte, Lesungen, das LesCafé und ein Lesbenarchiv mit mehreren tausend Bänden.
Die AIDS-Hilfe Frankfurt an der Friedberger Anlage versteht sich heute als LSBTIQ-Organisation und deckt Prävention, Testangebote, Drogenhilfe und Kultur ab; zu ihr gehören das Switchboard, die Trans-Beratung Trans*ID und das queere Jugendzentrum KUSS41 für 14- bis 27-Jährige. Für lesbische, bisexuelle und trans Frauen gibt es seit 1992 die Beratungsstelle LIBS, für gewaltbetroffene queere Menschen gewaltfreileben / BrokenRainbow, für queere Geflüchtete Rainbow Refugees Frankfurt. Sportlich ist der Frankfurter Volleyball Verein eine europäische Größe: 1985 als Sportverein für homosexuelle Männer gegründet, heute über 800 Mitglieder und rund 30 Sportarten – darunter Deutschlands einzige männliche Synchronschwimmgruppe. Politisch vertreten sind die Interessen durch den LSVD⁺ Hessen und das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt; die Stadt selbst unterhält eine Koordinierungsstelle LSBTIQ.
Frankfurt ist einer der zentralen Orte der deutschen Schwulengeschichte – im Guten wie im Schlechten.
1950/51: die Frankfurter Homosexuellenprozesse. Nach der Verhaftung eines minderjährigen Strichers im Juli 1950 löste dessen Aussage eine Verfolgungswelle aus: Rund 280 Personen gerieten ins Visier, etwa 100 wurden verhaftet, bis Jahresende gab es 75 Anklagen. Ein einzelner Richter zog alle Verfahren in einer eigens gebildeten Kammer an sich. Mehrere Beschuldigte nahmen sich das Leben. Erst öffentliche Proteste führten zur Versetzung des Richters und zum Ende der Prozesse Anfang 1951.
1979: „Homolulu“. Vom 23. bis 29. Juli fand in Frankfurt das erste internationale Homosexuellentreffen in Deutschland statt – über 2.000 Besucher, tagsüber Arbeitsgruppen im Studentenhaus der Universität, abends Kulturprogramm im Festzelt. Höhepunkt war eine Demonstration auf der Zeil, deren Bilder in der Tagesschau liefen. Homolulu gilt als Wendepunkt in der öffentlichen Wahrnehmung Homosexueller in der Bundesrepublik – und gab unter anderem in Bremen den Anstoß, ein eigenes Zentrum zu fordern.
1994: der Frankfurter Engel. Am 11. Dezember wurde das Mahnmal von Rosemarie Trockel übergeben – das erste vollplastische Mahnmal Deutschlands für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Die Inschrift beginnt: „Homosexuelle Männer und Frauen wurden im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet.“ Im selben Monat entstand auf dem Peterskirchhof das AIDS-Memorial „Verletzte Liebe“ von Tom Fecht, wo bis heute jedes Jahr am 1. Dezember für jede und jeden im ablaufenden Jahr Verstorbenen ein Nagel eingeschlagen wird. 1995 wurde der Platz um das Mahnmal nach dem Schriftsteller Klaus Mann benannt – bis weit in die 2000er der einzige nach einem geouteten Homosexuellen benannte Straßenraum der Stadt.
2026: Die Stadtverordnetenversammlung beschloss im März mit großer Mehrheit den LSBTIQ-Aktionsplan „Queere City“ mit 172 Empfehlungen – von Sicherheit und Räumen über Bildung und Sport bis zu Erinnerungskultur und Straßenbenennungen.
Wo ist das Gay-Viertel in Frankfurt?
In der Innenstadt nördlich der Zeil, konkret Alte Gasse und Elefantengasse mit Schäfergasse und Großer Friedberger Straße. Alles fußläufig.
Ist das Bahnhofsviertel die Szene?
Nein. Dort finden große Clubpartys statt, die Bar-Szene liegt in der Innenstadt.
Wann ist der CSD in Frankfurt?
Mitte bis Ende Juli, vier Tage von Donnerstag bis Sonntag, Demo am Samstag ab Römer.
Wo finde ich Beratung in Frankfurt?
Bei der AIDS-Hilfe Frankfurt und im Switchboard in der Alten Gasse, bei LIBS für Frauen, bei KUSS41 für alle unter 27.
Alle Locations rund um Alte Gasse und Elefantengasse einzeln – mit Kurzbeschreibung, Publikum und Adresse.
Das Twist Frankfurt ist eine beliebte queere Tanzbar unweit der Konstablerwache. Hier lernst du jüngere Männer kennen. Ambiente und Publikum Das Twist hat zwei Ebenen. Die Bar ist ganz in…
Das Na und liegt etwas abseits der anderen Gay-Bars im Frankfurter Bermudadreieck, rund 300 Meter von der Konstablerwache entfernt. Ambiente und Publikum im Na und Das Leben spielt sich hier…
Die Krawallschachtel Frankfurt ist eine Kneipe mit Tradition, die Location blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte zurück. Wie das Comeback hat sie an sieben Tagen der Woche geöffnet. Frankfurts alteingesessene Gay-Bar…
Das Comeback ist eine der wenigen Gay-Bars in Frankfurt, in der du an sieben Tagen der Woche feiern und tanzen kannst, und die Adresse für die Afterhour, wenn die anderen…
Die Grind Frankfurt ist die bekannteste Gay-Party der Stadt und berühmt für ihr frivoles Treiben. Sie ist keine feste Bar, sondern eine Partyreihe, meist im Tokonoma (K39) unweit des Hauptbahnhofs.…
Seit vielen Jahrzehnten trifft sich im Zum Schwejk die Gay-Szene Frankfurts. Gespielt wird überwiegend Schlager, die Stimmung ist ausgelassen. Gay-Kneipe mit Schlagermusik Die Atmosphäre ist typisch Kneipe: Es ist immer…
Das Pink Frankfurt ist die Bar für jüngere Gays aus Frankfurt und Umgebung und hat damit ein Alleinstellungsmerkmal in der queeren Szene der Stadt. Die junge Wilde der Frankfurter Szene…
Das Lucky's ist eine alteingesessene Gay-Bar in Frankfurt. Etwas versteckt in einer Passage zieht sie ein buntes Publikum an, vor allem Männer ab 35 bis 40. Ambiente und Publikum im…
Die Bar Central Frankfurt ist eine alteingesessene queere Bar. Früher bezeichnete sie sich als „the gayest ungay gay bar“. Auch heute sind die Gäste ganz überwiegend männlich, Frauen sieht man…
Wo du deinen Partner fürs Leben findest, wie er bei dir bleibt und ihr langfristig glücklich bleibt – mit Übungen zum Ausfüllen.
Kein Spam. Abmeldung jederzeit mit einem Klick.