Felching ist bei vielen schwulen Männern sehr beliebt. Es kann die Vertrautheit und Intimität, die beim Sex aufgebaut wird, noch verstärken. Felching bedeutet, Sperma aus dem Hintern des Partners zu saugen, in der Regel das eigene. Schon die Vorstellung empfinden viele Männer als besonders anturnend. Felching kombiniert somit Oral- und Analverkehr.
Felching mit Hilfsmitteln?
Wird beim Felching mit Hilfsmitteln wie Strohhalmen gearbeitet, besteht die Gefahr, den Partner zu verletzen. Kanten und harte Materialien können die empfindliche Schleimhaut aufreißen. Saugst du das Sperma dagegen mit dem Mund auf, ist dieses Risiko praktisch ausgeschlossen.
Der Reiz von Felching
Bekannter als Felching ist der verwandte Creampie. Damit ist gemeint, beim Analsex in den Hintern des anderen zu ejakulieren und das Sperma heraustropfen zu lassen. Das macht viele besonders heiß. Sie finden es erotisch zu sehen, wie ihr Lustsaft aus dem anderen herausläuft. Creampie ist eine der beliebtesten Sexpraktiken auf Pornoplattformen. Durch diese Sexpraktik wird eine besondere Verbindung zwischen dir und deinem Partner geschaffen. Gerade in der queeren Szene, in der viele Männer Angst vor Geschlechtskrankheiten haben, ist das eine besondere Form von Vertrauen. Für manche schwingt zusätzlich ein Moment der Erniedrigung mit, was den Reiz noch erhöht. Wer ein Faible für Sperma hat, genießt es, das eigene Sperma aufzunehmen. Felching verstärkt den intimen Moment des Creampies noch.
Felching: Der gesundheitliche Aspekt
Beim Felching können Krankheitserreger übertragen werden. Durch den direkten Kontakt mit dem Anus und mit Darmbakterien drohen vor allem Hepatitis A, Shigellen und Darmparasiten wie Giardien. Auch Syphilis, Tripper und Chlamydien lassen sich über den Mund übertragen. Ein Kondom kommt bei dieser Praktik naturgemäß nicht zum Einsatz.
Das heißt nicht, dass du auf Felching verzichten musst. Sinnvoll ist eine Impfung gegen Hepatitis A und B, die Krankenkassen für Männer, die Sex mit Männern haben, in der Regel übernehmen. Dazu kommen regelmäßige Tests, mindestens alle drei bis sechs Monate, wenn du wechselnde Partner hast. PrEP schützt vor HIV, nicht jedoch vor den übrigen Erregern. Wer offene Stellen im Mund oder Zahnfleischbluten hat, verschiebt die Sache besser auf später. Und je besser ihr euch kennt und je offener ihr über eure Testergebnisse sprecht, desto entspannter wird es.
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