Was ist der IDAHOBIT?
IDAHOBIT steht für „Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit“. Der Tag wird jährlich am 17. Mai begangen und hat zum Ziel, Diskriminierung und Vorurteile gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und intergeschlechtlichen Personen (LGBTI) zu bekämpfen.
Initiiert wurde der Tag 2004 vom französischen Wissenschaftler Louis-Georges Tin, erstmals begangen wurde er am 17. Mai 2005. Seitdem hat er weltweite Beachtung gefunden und wird heute in mehr als 130 Ländern begangen. Das Datum erinnert an den 17. Mai 1990, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten strich. Dies war enorm wichtig, um Homosexualität gesellschaftlich zu enttabuisieren. 2018 nahm die WHO auch Transgeschlechtlichkeit aus dem Kapitel der psychischen Störungen heraus. Der neue Diagnoseschlüssel ICD-11 gilt seit Januar 2022.
An diesem Tag finden verschiedene Aktionen und Veranstaltungen statt, um auf die Situation von LGBTI-Menschen aufmerksam zu machen und für ihre Rechte einzutreten.
Wie lautet die korrekte Bezeichnung?
Der Begriff IDAHOBIT wurde in den vergangenen Jahren stetig erweitert. Mittlerweile wird der IDAHOBIT vielfach auch als IDAHOBIT* bezeichnet, um deutlich zu machen, dass an dem Tag auch auf die Diskriminierung anderer marginalisierter Gruppen aufmerksam gemacht werden soll. Gemeint sind Menschen, die wegen ihrer geschlechtlichen Identität oder ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt werden. Verbreitet ist auch die Schreibweise IDAHOBITA, das A steht dabei für die asexuelle Community. Im Deutschen wird der Tag zudem häufig einfach Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit genannt.
Wann ist der IDAHOBIT?
Der IDAHOBIT, also der Internationale Tag gegen Homophobie, Bi-, Inter- und Transphobie, findet jährlich am 17. Mai statt.
Der IDAHOBIT 2026
Der IDAHOBIT 2026 fällt auf einen Sonntag. Weltweit machen an diesem Tag Aktionen und Veranstaltungen auf die Lage queerer Menschen aufmerksam. Dazu gehören beispielsweise Demonstrationen, Kundgebungen, Informationsveranstaltungen, Filmvorführungen, Ausstellungen und vieles mehr. In Deutschland findet die größte Kundgebung traditionell in Berlin an der Niederländischen Botschaft statt. Dort demonstrieren Vertreter:innen der Länder, die der Equal Rights Coalition angehören. Auch in Stuttgart, Hamburg, Frankfurt, Rostock, Hannover, Saarbrücken, Leipzig, Magdeburg und Flensburg gibt es Demonstrationen und Mahnwachen. Speziell für die Gay Community gibt es vielerorts eigene Veranstaltungen.
Homofeindlichkeit weltweit
Der Tag macht darauf aufmerksam, dass es in fast allen Teilen der Welt noch immer queerfeindliche Gewalt und Diskriminierung gibt. In rund 60 Staaten stehen einvernehmliche gleichgeschlechtliche Handlungen weiterhin unter Strafe, in einigen davon droht sogar die Todesstrafe. Doch auch in Deutschland ist die Lage nicht entspannt: Das Bundeskriminalamt registriert seit Jahren steigende Zahlen bei Hasskriminalität gegen queere Menschen, und die Dunkelziffer liegt deutlich höher. Genau deshalb bleibt der IDAHOBIT wichtig.
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