Sonderbar Freiburg (geschlossen)
Hinweis: Die Sonderbar Freiburg ist geschlossen. Nach 31 Jahren endete 2025 der Betrieb in der Salzstraße 13; seit dem 20. Juni 2026 gibt es an derselben Adresse die WunderBar als…
Freiburg ist eine der bekanntesten Studentenstädte Deutschlands, und wo viele Studierende sind, ist meist auch viel queeres Leben. Das gilt hier – nur läuft es anders als in einer Großstadt. Feste Gay Bars gibt es genau eine; der Rest der Szene organisiert sich über regelmäßige Partyreihen und Bar-Abende in wechselnden Lokalen. Wer das weiß, findet in Freiburg fast jede Woche etwas.
Die Salzstraße 13 in der Altstadt beherbergt seit den 1980er-Jahren durchgehend queere Lokale – vor der SonderBar waren dort die Bars „Krümel“ und „Alte Münz“. Die SonderBar bestand von 1994 bis 2025 und war 31 Jahre lang das Rückgrat der Freiburger Szene. Seit dem Pre-Opening am 20. Juni 2026, dem CSD-Wochenende, gibt es an derselben Adresse die WunderBar – aktuell die einzige feste Regenbogen-Bar der Stadt. Mittwochs findet dort ein Social des Fetischclubs FLCD statt, sonntags Karaoke; an Wochenenden geht es bis in die frühen Morgenstunden. Hinweis: Viele überregionale Portale führen die SonderBar noch als geöffnet. Sie ist seit 2025 geschlossen.
Der Kern des Freiburger Nachtlebens sind wiederkehrende Termine. QUEER IT UP in der Gaststätte Waldsee ist die größte davon – veranstaltet von der Rosa Hilfe Freiburg, hervorgegangen aus dem über dreißig Jahre laufenden „SchwuLes*Dance“, der 2025 in das heutige Format überführt wurde. Einlass gegen 20 Uhr zum Sundowner, Hauptprogramm ab halb elf bis in die Morgenstunden, mit Drag, Voguing und Burlesque. Dazu kommen das Rosa Freitagscafé im Strandcafé, die monatliche BlitzerBar im Swamp, die Frauen*bar „Bar Drei“ in der Kaffeekoje an jedem dritten Freitag, der FLCD-Fetisch-Stammtisch an jedem ersten Freitag und die Partyreihe CuteCactus des Vereins Rosekids an wechselnden Orten. Wer lieber tagsüber unterwegs ist, findet in mehreren queerfreundlichen Cafés und in der TheaterBar des Theater Freiburg Anlaufpunkte.
Der CSD Freiburg findet im Juni statt und ist für die Stadtgröße bemerkenswert groß: 2026 kamen 17.000 Teilnehmende zusammen. Veranstalter ist der ehrenamtliche CSD Freiburg e. V. Auftakt ist am frühen Nachmittag auf dem Platz der Alten Synagoge, danach zieht die Parade durch die Stadt, abends folgen Kundgebung und Afterparty. Den ersten CSD gab es 1989 mit 800 Teilnehmenden – die Zahl hat sich seither mehr als verzwanzigfacht.
Ein eigenständiges queeres Zentrum wie in Karlsruhe hat Freiburg nicht. Faktischer Anlaufpunkt sind die Räume der Rosa Hilfe Freiburg e. V. in der Adlerstraße 12. Der Verein entstand 1985 aus dem Zusammenschluss mehrerer Gruppen und gehört seit 1990 zum Paritätischen Wohlfahrtsverband. Angeboten werden telefonische, persönliche und Online-Beratung zu Coming-out, geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung und Beziehungen, dazu HIV- und STI-Beratung und Unterstützung queerer Geflüchteter. Die Rosa Hilfe trägt außerdem das Erinnerungsprojekt „Erinnerung verpflichtet“ zur Aufarbeitung der LSBTIQ*-Verfolgung in der Region. Für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es gleich mehrere Gruppen: die Bunte Jugend bis 23 bei der Rosa Hilfe, Queer*Space bis 21, Die Sunroots ab 21 und den Verein Rosekids für 16- bis 27-Jährige. Bei Gesundheit sind das Checkpoint Freiburg und das Zentrum für sexuelle Gesundheit der Aidshilfe Freiburg-Offenburg die Adressen, dazu das Gesundheitsamt und – für Frauen* – das FMGZ. Sportlich organisiert ist die Community bei Queerfeldein Freiburg und Volley-Vous.
Freiburgs größter queerkultureller Beitrag ist die Schwule Filmwoche Freiburg: 1985 von der Aktionsgruppe „Rosa Telefon“ gegründet, ist sie das älteste durchgehend bestehende rein schwule Filmfestival im deutschsprachigen Raum. Bis 2000 lief sie im Kommunalen Kino im Alten Wiehrebahnhof mit rund hundert Plätzen, seit 2001 im Kino Kandelhof; seit 1997 trägt sie ein eigener Verein. Im selben Jahr 1985 entstand die Rosa Hilfe. 1989 zog der erste CSD durch die Stadt. Und die Salzstraße 13 zieht sich als roter Faden durch vier Jahrzehnte Freiburger Szenegeschichte – von „Krümel“ und „Alte Münz“ über die SonderBar bis zur heutigen WunderBar.
Die nächstgelegene Stadt mit eigener, größerer Szene ist Basel – mit der Bahn in etwa 45 Minuten erreichbar und in queeren Guides oft gemeinsam mit Freiburg geführt. Für ein wirklich großes Angebot sind Zürich und Stuttgart jeweils rund zwei Stunden entfernt.
Gibt es in Freiburg noch eine Gay Bar? Ja – seit Juni 2026 die WunderBar in der Salzstraße 13, an derselben Adresse wie zuvor die SonderBar. Ist die SonderBar noch offen? Nein. Sie hat 2025 nach 31 Jahren geschlossen. Viele Online-Guides sind an dieser Stelle veraltet. Wo geht die Szene sonst aus? Über Partyreihen wie QUEER IT UP im Waldsee, die BlitzerBar, das Rosa Freitagscafé und die Frauen*bar „Bar Drei“. Wann ist der CSD in Freiburg? Im Juni, zuletzt mit 17.000 Teilnehmenden – für eine Stadt dieser Größe eine beachtliche Zahl.
Alle Locations der Stadt einzeln – mit Kurzbeschreibung, Publikum und Adresse.
Hinweis: Die Sonderbar Freiburg ist geschlossen. Nach 31 Jahren endete 2025 der Betrieb in der Salzstraße 13; seit dem 20. Juni 2026 gibt es an derselben Adresse die WunderBar als…
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