Mit rund 358.000 Teilnehmenden und Zuschauenden zählt der CSD München zu den größten Prides Deutschlands. Die Parade zieht durch die Altstadt und die Isarvorstadt, das Herz der Münchner queeren Szene, und die Stadt achtet darauf, dass an diesem Wochenende keine anderen Großveranstaltungen dazwischenfunken. Für 2027 stehen die PrideWeeks vom 10. bis 27. Juni fest.

CSD München 2027: Termine und Ablauf
- 10. bis 27. Juni 2027: die PrideWeeks mit Drag-Workshops, queeren Filmen, Lesungen, Diskussionen und Partys.
- CSD-Samstag: Parade am Vormittag durch Altstadt und Isarvorstadt, danach Straßenfest bis in die Abendstunden.
- CSD-Samstagabend: das Rathausclubbing im Neuen Rathaus, dazu die Luxuspop-Party.
- CSD-Sonntag: Politisches Programm und PrideMeile auf der Ludwigstraße.
Die Parade und ihre Route
Der Zug führt durch die Altstadt und die Isarvorstadt und damit vorbei an den bekanntesten Orten der Münchner Szene, dem Glockenbachviertel und der legendären Deutschen Eiche, die für ihre Sauna bekannt ist. 2026 zog das Straßenfest vom Marienplatz auf die Ludwigstraße um und lief dort als dreitägige PrideMeile mit Hauptbühne am Odeonsplatz. Ob das 2027 so bleibt, ist noch offen.

Die PrideWeeks
München bietet nicht nur einen Tag, sondern gut zwei Wochen queeres Programm. Die PrideWeeks starten rund zwei Wochen vor der Parade und stimmen mit Workshops, Filmen, Lesungen und Partys auf den großen Tag ein. Wenn dir der CSD-Samstag zu voll ist, ist das die entspanntere Art, den Pride mitzunehmen.
Die besten Partys
Rathausclubbing
Ein Muss: Gefeiert wird in den Hallen des Neuen Rathauses, der Innenhof wird in Regenbogenfarben erleuchtet. Dort zu tanzen, wo sonst politische Entscheidungen getroffen werden, ist ein Erlebnis, das es so nirgendwo sonst gibt, für uns die CSD-Party mit dem schönsten Ambiente in Deutschland.
Luxuspop
Für alle, die durchtanzen wollen. Die Party läuft traditionell in zwei Locations an der Sonnenstraße und nahe dem Hauptbahnhof. Ob es wieder einen Rikscha-Shuttle zwischen beiden gibt, entscheidet sich kurzfristig, die Wege sind aber kurz.
Anreise und Praktisches
Marienplatz und Glockenbachviertel liegen zentral und sind vom Hauptbahnhof in wenigen Minuten mit S- oder U-Bahn erreichbar. Die Altstadt ist am CSD-Samstag gesperrt, ein Auto brauchst du nicht. Hotels in der Innenstadt sind zum CSD-Wochenende teuer; wer sparen will, sucht in Sendling oder Neuhausen und ist trotzdem in einer Viertelstunde da. Nach dem Feiern bieten sich Englischer Garten und Isar zum Entspannen an, für einen Kurzurlaub der Starnberger See und das Kloster Andechs.
Lohnt sich der CSD München für dich?
Lohnt sich für dich, wenn
- Du willst einmal im Neuen Rathaus feiern, das Rathausclubbing gibt es so nur hier
- Du magst ein süddeutsches, österreichisches und schweizerisches Publikum
- Du willst mehr als einen Tag, die PrideWeeks laufen über zwei Wochen
- Du kombinierst gern Pride und Kurzurlaub, Isar, Englischer Garten und Alpenvorland liegen nah
Eher nichts für dich, wenn
- Du suchst den größten Pride, Köln und Berlin sind deutlich größer
- Du willst günstig übernachten, München ist an dem Wochenende teuer
- Du magst keine engen Altstadtgassen, die Route ist streckenweise sehr voll
- Du brauchst schon jetzt ein fixes Datum, bestätigt sind bisher nur die PrideWeeks
Der CSD München im Rückblick
Der erste Christopher Street Day in München fand 1980 statt. Damals zogen einige hundert Menschen durch die Stadt, begleitet von deutlich mehr Skepsis als Applaus. Heute ist daraus eine der größten Pride-Veranstaltungen Europas geworden: Das Rathaus beflaggt mit der Regenbogenfahne, und rund 358.000 Menschen kommen in die Innenstadt. Zuletzt war es am 27. Juni 2026 so weit.
Häufige Fragen zum CSD München
Wann ist der CSD München 2027?
Bestätigt sind bisher die PrideWeeks vom 10. bis 27. Juni 2027. Die Parade fällt traditionell auf den Samstag am Ende dieses Zeitraums, also voraussichtlich auf den 26. Juni 2027. Den offiziellen Termin veröffentlicht der Veranstalter im Frühjahr.
Was kostet der CSD München?
Parade und Straßenfest am Marienplatz sind kostenlos, ebenso ein großer Teil der PrideWeeks. Tickets brauchst du für das Rathausclubbing und die Luxuspop-Party.
Wo ist die queere Szene in München?
Im Glockenbachviertel und der angrenzenden Isarvorstadt. Dort liegen die meisten Bars und Clubs, dort führt auch die Parade entlang.
Wie voll wird es?
Rund 358.000 Teilnehmende und Zuschauende, davon 30.000 in der PolitParade. Auf der PrideMeile und in den Altstadtgassen wird es sehr eng; ruhiger ist es im hinteren Teil der Route und auf den Veranstaltungen der PrideWeeks.
Ein Einblick in den CSD München
Lage Münchens
Alle Angaben zu Terminen, Routen und Partys ohne Gewähr.
